Nase und Nasennebenhöhlen

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Nase und Nebenhöhlen

Die Funktionen der Nase tragen entscheidend zur Lebensqualität bei. So vermittelt der Geruchssinn die feinen Aromen bei der Nahrungsaufnahme und warnt uns vor Gefahren wie Gas, Feuer, Rauch oder verdorbene Lebensmittel. Eine freie Nasenatmung ist außerdem wichtig für die Reinigung, Erwärmung und Befeuchtung der Atemluft und schützt uns vor Infektionen. Allergien und die chronische Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) stellen einen wesentlichen Forschungs- und Behandlungsschwerpunkt in der HNO-Heilkunde dar.

Über Riech- und Schmeckstörungen

Oft bemerken PatientInnen nach einem Verlust des Riechvermögens zuerst eine Beeinträchtigung in der Wahrnehmung beim Essen und Trinken. Dies liegt an der Beteiligung der retronasalen Riechwahrnehmung (über den Mund) am Feingeschmacks-Erlebnis, da die Zunge nur die fünf Grundqualitäten süß, sauer, salzig, bitte und umami (Glutamat) besitzt.

Die Ursachen von Riech- und Schmeckstörungen sind vielfältig. Häufig zu finden sind Infektionen (Schnupfen, Grippe), Entzündungen (Allergien, Sinusitis), Schädel-Hirntraumata oder Medikamente. Eine genaue Anamnese und klinische Untersuchung sowie ausgesuchte bildgebende Verfahren (MRT, CT) unterstützen die Diagnose. Ein wichtiges Hilfsmittel stellen validierte Testverfahren dar, die den Verlust des Riech- und Schmeckvermögens quantifizieren helfen.

Die Therapiemodalitäten von Riech- und Schmeckstörungen richten sich nach der zugrundeliegenden Ursache und bestehen etwa bei der chronischen Sinusitis in einer Leitlinien-konformen konservativen oder chirurgischen Therapie. Sofern der Riechstörung ein Nervenzellschaden zugrunde liegt, hat sich die Durchführung eines strukturierten Riechtrainings über mehrere Monate in klinischen Studien als erfolgsversprechend erwiesen.

Über Allergien

Eine Allergie ist eine krankmachende Überempfindlichkeit gegenüber normalerweise harmlosen Eiweißstoffen, die über Inhalation, Hautkontakt, Nahrung oder Insektenstich in den Körper aufgenommen werden. In Europa sind circa 20-25 % der Bevölkerung von einer Allergie betroffen. In der HNO Heilkunde wesentlich sind vor allem inhalative Allergene, also jene allergieauslösenden Substanzen, die eingeatmet werden.

  • Was sind die typischen Symptome?<
  • Was kann die Allergie-Untersuchung beim HNO-Arzt?<
  • Was sind häufige Allergene im HNO Bereich?<
  • Was sind sogenannte Kreuzallergien?<
  • Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?<

Septumdeviation und Muschelhypertrophie

Kaum ein Mensch hat eine absolut gerade Nasenscheidewand, manche haben sogar eine komplett schiefe Trennwand zwischen den beiden Nasenhaupthöhlen. Aber nicht jeder hat Symptome- wie zum Beispiel einseitige Nasenatmungsbehinderung, ständige Mundatmung, wiederkehrende Halsschmerzen oder morgendlicher trockener Hals und Mund. In einigen Fällen zeigt sich eine Verkrümmung der Scheidewand, die operativ korrigiert werden kann und die Lebensqualität gesteigert und Folgeerkrankungen wie häufige Erkältungen, chronische Nebenhöhlenentzündungen oder Kopfschmerzen verhindert werden.

Zusätzlich kann es auch zu einer Vergrößerung der unteren Nasenmuscheln gekommen sein, wodurch die Nasenatmung ebenfalls erschwert und besonders das (abendliche) Hinlegen und der Nachtschlaf durch gesteigerte Atemnot beeinträchtigt werden.

Oft wird auch von einer beidseitigen Nasenatmungsbehinderung berichtet. Vor allem, wenn diese sich im Liegen verstärkt, kann es sich auch um eine Vergrößerung der unteren Nasenmuscheln handeln. Diese kann durch eine Verkleinerung dieser sehr einfach behoben werden. Diese Operation kann meist ambulant durchgeführt werden.

Viele Menschen haben eine schiefe Nasenscheidewand- nicht alle haben damit auch wirklich Probleme. Es kann aber sein, dass man an einer ständig verstopften Seite einer Nasenhälfte leidet oder genau an einer Seite immer Nebenhöhlenentzündungen bekommt und daher eine Operation sinnvoll wäre. Bei dieser wird von innen operiert und die „verbogenen“ knorpeligen und knöchernen Teile der Scheidewand entnommen und zum Teil begradigt wieder eingesetzt.


Chronische Sinusitis

Grundsätzlich lassen sich zwei Formen einer chronischen Sinusitis unterscheiden- eine immer wiederkehrende eitrige Sinusitis -zwischen den Episoden ist man gesund- und eine permanente, bei der eigentlich eine ständige Nasenatmungsbehinderung, Druckgefühl und eventuell auch eine Minderung des Riechvermögens im Vordergrund stehen. Es finden sich Polypen und auch rückgestauter Schleim in den Nebenhöhlen, die aus Kiefer-, Stirn-, Keilbein- und Siebbeinhöhlen bestehen. Begleitend finden sich häufig Allergien, Nasenscheidewandverkrümmungen oder auch vergrößerte Nasenmuscheln, die auch weitgehend an der Entstehung der chronischen Minderbelüftung mitbeteiligt sind.

Zur Diagnose gelangt man einerseits über die Anamnese -die Symptome, die der Patient schildert- und letztlich wird zum definitiven Beweis eine Computertomographie (CT)-Untersuchung der Nasennebenhöhlen durchgeführt.

In dieser kann dann die betroffene oder auch mehrere Nebenhöhlen identifiziert werden und eine konservative und/oder operative Sanierung angestrebt werden.

 

FESS (Functional Endoskopic Sinus Surgery)- Nebenhöhlenoperation

Bei einer chronischen Nebenhöhlenentzündung- ausgelöst durch anatomische Hindernisse wie Muschelhypertrophie oder Septumdeviation oder auch durch Allergien, kann es zum einen zu rezidivierenden Nebenhöhleninfekten kommen, aber auch „nur“ zu andauernd oder intermittierend blockierter Nase, Krusten, häufigen Infekten oder Anosmie (Fehlen des Geruchsinns). Eine Abklärung wird mittels Anamnese, Allergietest und Nebenhöhlen- CT durchgeführt. Die Therapie erfolgt anfänglich zumindest konservativ mit Sprays und dergleichen, auch eine Operation kann notwendig oder sinnvoll sein. Die Operation wird endoskopisch durchgeführt, sodass von außen weder Narben noch Schwellungen in der Regel auftreten.

 

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